Resümee nach 10 Monaten Weltreise

Vor ziemlich genau einem Jahr, am 8. August 2018 ging es los: Der Trip unseres Lebens: zehn Monate on the road in Thailand, Kambodscha, Vietnam, Laos, Malaysia, Singapur, Indonesien, Australien und Neuseeland! Wir durften sooo unglaublich schöne Plätze sehen, bezaubernde Menschen und faszinierende Kulturen kennenlernen. Über vieles  haben wir bereits berichtet, einige Blogeinträge erwarten euch noch.

Nach unserer Rückkehr Anfang Juni 2019 haben uns viele gefragt, wie es uns erging, welches Land uns am besten gefallen hat, wie wir das mit der Schule gehandhabt haben, wieviel Mut tatsächlich zu einer Weltreise gehört und vieles, vieles mehr. Nun, da sich unsere Abreise jährt, wollen wir euch mit ein paar statistischen Daten versorgen. Wir haben ja all die Monate brav mitdokumentiert, und konnten so sehr viele interessante Zahlen & Fakten sammeln.

Reisereportage

Bevor wir zur Statistik kommen, möchten wir eine Ankündigung machen:
Aufgrund der vielen Nachfragen haben wir beschlossen, einen Vortrag über unsere Reise zu halten. Material haben wir im Lauf der zehn Monate genug gesammelt, um einen spannenden, bildgewaltigen und informativen Abend zu gestalten. Wer Zeit und Lust hat, sei herzlich zur Teilnahme eingeladen! Aktualisierungen zur Veranstaltung werden wir ggf. rechtzeitig auf Facebook posten!

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Plakat zum Vortrag

Statistik aus 10 Monaten Südostasien, Australien und Neuseeland

Jetzt aber ist es an der Zeit, eine Bilanz zu ziehen:
In zehn Monaten haben wir neun Länder besucht und ausgiebig besichtigt. Insgesamt haben wir 26.312 Kilometer auf dem Landweg zurückgelegt.

Hier haben wir die Zeit verbracht

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Zurückgelegte Strecke auf unterschiedlichen Transportmitteln

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Bei der Wahl des Transportmittels haben wir uns an die Gepflogenheiten des besuchten Landes angepasst. So war in Vietnam klar, dass wir es mit Motorbikes bereisen; auch Laos haben wir zur Hälfte so erkundet. Aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse sind wir aber bald auf Busse umgestiegen und haben unsere heißbeliebten Bikes verkauft. In Malaysia beispielsweise gibt es ein sehr gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz. Auf Bali ist das Moped – wie in vielen Ländern Südostasiens – das wichtigste Verkehrsmittel, sodass wir auch dort beschlossen hatten, die Insel damit zu durchqueren. Australien und Neuseeland hingegen sind geradezu prädestiniert, mit einem Camping-Fahrzeug erobert zu werden.

Ist man individuell unterwegs, genießt man die größtmögliche Freiheit – stehenbleiben, wo man will, weiterfahren, wann man will. Auf unseren Fahrten hatten wir auch mehrmals Polizeikontakt: zwei Mal in Vietnam (einmal mussten wir Strafe zahlen – wir haben berichtet), ein weiteres Mal in Laos, außerdem in Australien (routinemäßige Alkoholkontrolle). In Neuseeland wurden wir mit überhöhter Geschwindigkeit angehalten – Bilanz: 170 NZ Dollar Strafe …
Wir dürfen uns aber sehr glücklich schätzen, in keinen schlimmen Unfall oder komplizierten Rechtsstreit verwickelt worden zu sein – das Verkehrsaufkommen war häufig sehr hoch (Vietnam) oder die Straßenverhältnisse katastrophal (Laos); in vielen Ländern herrschte Linksverkehr, sodass wir den Großteil der oben genannten Strecken auf der für uns „falschen Straßenseite“ verbrachten. Aber, wie schon gesagt, muss man sich an die Gepflogenheiten des Landes anpassen, um es von seiner authentisch und ursprünglichen Seite erleben zu können.

Nächte in Hotels, Hostels, Campervans, Buschhütten & Co.

Von den 298 Tagen, die wir unterwegs waren, haben wir die Nächte in unterschiedlichen Unterkünften verbracht – vom luxuriösen Apartment im 27. Stock eines neu errichteten Hochhauses in Vietnam über Hotels mit bequemen Boxspringbetten und Rooftop-Pools in Kambodscha bis hin zum einfachen Lager auf Bambusmatten in Buschhütten in den Bergen Nordthailands, im Nachtbus durch Laos mit ausgebauten Schlafkojen oder im Campervan durch Australien und Neuseeland.

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Kosten je Tag nach Ländern

Die große Frage nach den Kosten.
Wie viel Geld man auf einer Reise ausgibt, hängt ganz vom Reisenden ab. Wo übernachte ich, wie gut handle ich Transportkosten aus, wo gehe ich essen? Wir haben unser hart verdientes Geld gut überlegt ausgegeben. Schließlich haben wir ja nichts zu verschenken, wie schon good old Niki Lauda sagte. Ganz auf Sparflamme will man natürlich nicht ständig leben. Schließlich möchte man ja die Welt erkunden und sich nicht im dunklen Kämmerlein einsperren.

Die unten genannten Werte gelten jeweils für vier Personen – zwei Erwachsene und zwei Kinder. Die Durchschnittswerte der täglichen Ausgaben hängen sehr stark von der Aufenthaltsdauer in einem Land ab. Denn schon allein Visum und Anreise machen einen Großteil der Kosten aus. Daher ergeben sich für Länder, in denen wir uns länger ausgehalten haben, niedrigere tägliche Ausgaben als für Länder, in denen wir weniger Zeit verbrachten – extrem wirkt sich das statistisch beispielsweise in Singapur aus (ohne Zweifel ist das Leben in Singapur recht teuer, aber durch die Kürze der Aufenthaltsdauer verzerrt sich ein Vergleich). Außerdem spielt die Saison eine wesentliche Rolle. Thailand haben wir in den zehn Monaten beispielsweise drei Mal besucht: einmal in der Hauptsaison den Süden, zu jener Zeit, in der die Kosten am Höchsten liegen; zwei Mal in der Nebensaison – Mittel- und Nordthailand. Schon allein geographisch herrscht ein  starkes Gefälle zwischen Nord und Süd (Norden günstiger als Süden). Wie man sieht, ist eine repräsentative statistische Berechnung sehr schwierig und hängt neben den  soeben genannten von vielen weiteren Faktoren ab.

Wie viel Budget also?
In unserer Berechnung sind die Anreisekosten (Flug oder Bus) sowie Visa, Unterkünfte, Transporte, Nahrung, Eintritte, Souvenirs, Kleidung, Medizin usw. für zwei Erwachsene und zwei Kinder berücksichtigt. Das Diagramm bildet die durchschnittlichen täglichen Kosten je Land ab.

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Back home

Am 2. Juni kehrten wir mit einem weinenden und einem lachenden Auge zurück nach Österreich. Unser Leben on the road war bereits zur Gewohnheit geworden und wir fragten uns, ob wir uns wieder in unser altes Leben einfinden würden. Es erwarteten uns jede Menge Termine – die Kinder mussten die Externistenprüfungen absolvieren  (darüber werden wir aber in einem gesonderten Beitrag berichten). Kurzum, der Alltag hat uns wieder – mit all seinen schönen und weniger schönen Seiten. Eins steht aber schon jetzt fest: Reisen war, ist und bleibt unsere Leidenschaft!

Resümee so far

Unsere Auszeit hat uns als Familie enger zusammengeschweißt, unseren Horizont erweitert und wir konnten uns viele neue Fähigkeiten aneignen. Wir erkannten, dass wir hier in Europa unglaublich privilegiert sind – viele Menschen auf dieser Welt wagen es nicht einmal von einem besseren Leben zu träumen. Daher sind wir nicht nur für diese zehn Monate unglaublich dankbar, sondern schätzen unser „gutes altes Leben“ zu Hause  – allem voran Freunde und Familie, unseren Garten, unsere vier Wände – viel mehr als vor unserer großen Reise und versuchen daher bewusster zu leben.

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