Von den Reisterrassen Sapas und den indigenen Völkern des Nordens

Viele beginnen ihre Reise durch Vietnam im Norden und dringen sukzessive in den Süden vor. Wir haben das Pferd von hinten aufgezäumt und mit dem äußersten Norden Vietnams unseren vermeintlich letzten Stopp erreicht, Sapa.

Das Bergdorf und seine Umgebung sind berühmt für in die Berge gehauenen Reisterrassen und ihre zahlreichen ethnischen Minderheiten-Völker, die bis heute ihre Traditionen weitgehend bewahren konnten. Da Sapa auf gut 1.600 Metern Seehöhe liegt, darf man sich auf entsprechende Temperaturen einstellen. In der Region liegt auch der Fansipan (Phan Xi Păng), der mit 3.143 Metern nicht nur Vietnams höchster Berg, sondern die höchste Erhebung ganz Indochinas darstellt. Von Sapa aus geben die um seinen Gipfel ziehenden Wolken leider selten den Blick auf selbigen frei. Seit April 2018 kann man ihn bequem über eine topmoderne Seilbahn (von Doppelmayr) von Sapa aus erreichen; ob man sich dann aber noch rühmen kann, ihn „erklommen“ zu haben, ist eher auszuschließen.

Zugfahren mit Motorbikes – von Hanoi via Lao Cai nach Sapa

Wir waren des Motorbikefahrens müde geworden und nutzten zum ersten Mal die Vietnamesische Eisenbahn. Die Tickets für uns und die Motorbikes hatten wir schon zwei Tage vor der geplanten Fahrt am Bahnhof besorgt. Wir hatten extra einen Tag in Hanoi verlängert, da an unserem Wunschtag nur der Personentransport, aber nicht die Mitnahme von Motorbikes möglich gewesen wäre. Für den Nachtzug im Schlafwagen nach Lao Cai bezahlten wir pro Erwachsenen (ab 10 Jahren) 510.000 Dong und für Damian 450.000 Dong, etwa 73 Euro für uns vier. Für die Motorbikes wurden jeweils etwa 10 Euro verlangt. Alles in allem sollte der Trip also knapp 95 Euro kosten. Sicherlich wäre die Fahrt auf dem Landweg billiger gewesen, aber wir hätten mindestens einen Stopp mit Übernachtung benötigt und außerdem wollten wir uns endlich mal Ruhe vom Straßenverkehr gönnen.
Die Ticketverkäuferin hatte uns beim Kauf gesagt, dass wir ca. eine Stunde vor Abfahrt zur Rückseite des Hauptbahnhofs Hanois kommen sollten. Dort befinde sich im Grunde ein zweiter Bahnhof, von dem alle Züge in den Norden abfahren; er heißt Trần Qúy Cáp (Station B). Wir waren schon etwas früher dort und übergaben die Bikes an einen Mitarbeiter der Vietnam Railways. Er zapfte das Benzin ab und zeigte uns den Weg zu den Bahnsteigen. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir noch angenommen, dass der Treibstoff in Lao Cai wieder eingefüllt werden würde.

Hinter dem Eisentor zu den Bahnsteigen sollten wir die Bikes parken. Um 20 Uhr, so sagte (oder besser deutete) man uns, wäre der Zug bereit zur Verladung der Bikes. Wie konnte es auch anders sein, um 20 Uhr war der Zug nach Lao Cai natürlich noch nicht da. Wir mussten uns also im Wartebereich des Bahnhofs noch etwas gedulden. Inzwischen füllte sich das Bahnhofsgebäude mit Menschen, vornehmlich Touristen, teils mit Reiseleitung. Um 21 Uhr hatten wir schon Sorge, ob so viele Menschen in einen Zug passen würden. Der Zugang zu den Bahnsteigen war vom Bahnhofspersonal versperrt worden. Alle Passagiere befanden sich daher im Wartesaal. Da das Schienennetz in Vietnam nicht sehr dicht ist, gab es kaum Züge, die andere Destinationen von hier ansteuerten. Sapa ist ein von vielen Reisenden angestrebtes Ziel. Etwa eine halbe Stunde vor Abfahrt ließ man die Leute in den Zug. Unsere Bikes standen immer noch dort, wo wir sie fast zwei Stunden zuvor abgestellt hatten. Um die Verladung mussten wir uns also selbst kümmern. So schoben wir die Bikes und unser gesamtes Gepäck Richtung Zug. Dort angekommen zeigten wir das Ticket für die Bikes dem ersten Bahnbeamten. Er öffnete uns den ersten Waggon und schob die Bikes direkt vom Bahnsteig in den Waggon.

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Anschließend suchten wir unseren Schlafwagen. Wir hatten eine 4er Kabine ganz für uns allein. Es hätte auch 2er und 6er Kabinen gegeben. Das sollte man beim Buchen beachten, damit man nicht mit Fremden in eine Kabine gelegt wird, sofern man sich daran stört.
Die Betten waren frisch bezogen, die Klimaanlage kühlte recht stark, aber wir konnten uns in dicke Decken hüllen. Snacks waren am Zug erhältlich, so wie man es von Europa kennt. WIFI gab es nicht, aber immerhin zwei Steckdosen, um das Handy zu laden. Dann ging es los. Die Strecke führte anfangs durch die Railway Street, auf der wir schon Fotos gemacht hatten, als uns die beiden Guides von Free Tours Hanoi den Spot gezeigt hatten. Über die alte Eisenbahnbrücke Long Bien, auf der wir mit den Motorbikes hergekommen waren, verabschiedeten wir nun die Stadt – wie passend. Der Zug fuhr gemächlich über die nicht mehr ganz neuen Schienen und wir wurden sanft in den Schlaf geschaukelt. Schon bald nach der Abfahrt waren wir alle eingeschlafen.

Plötzlich klopfte es an der Tür. Kaffee und Tee? Wow! Die Nacht war wirklich schnell vergangen. Um 5.30 Uhr morgens kamen wir am Bahnhof Lao Cai an. Lao Cai ist eine Kleinstadt an der chinesisch-vietnamesischen Grenze und bildet die Endstation der Vietnamese Railways. Von hier kann man in den Norden nach China weiterreisen oder in die Bergregionen östlich und westlich der Stadt.
Nachdem wir unsere Bikes geholt hatten, fragten wir nach dem abgepumpten Benzin, doch vergebens, in Lao Cai wusste niemand Bescheid. Tja, irgendeine Vorschrift dürfte den Transport von Treibstoff verbieten oder jemand verdiente sich mit dem Weiterkauf ein kleines Zubrot. Wir schoben also in nächtlicher Dunkelheit und Stille unsere Bikes samt Gepäck durch die nassen Straßen von Lao Cai auf der Suche nach einer Tankstelle. Die war aber relativ rasch gefunden (vom Bahnhofsgebäude geradeaus die Straße hinunter und dann die zweite Seitenstraße rechts nehmen). Wir tankten voll und machten uns auf den Weg ins etwa 35 Kilometer entfernte Sapa.
Anfang war die Straße in gutem Zustand. Eine Horde Touristen wurde von zahlreichen Kleinbussen nach Sapa befördert. Je weiter wir nach oben kamen, desto besser wurden die Ausblicke über die nebelbehangenen Berge mit Reisterrassen und der dahinter aufgehenden Sonne – welch ein Anblick. Nach etwa einer Stunde Fahrt waren wir in Sapa angekommen. Unser Homestay lag aber in dem kleinen Bergdorf Tả Van Village, etwa 10 Kilometer südlich. Dies sollte der schrecklichste Streckenabschnitt unseres ganzen Vietnamtrips bislang werden. Für die 10 Kilometer benötigten wir über 1,5 Stunden. Von Straße konnte keine Rede sein. Zunächst passierten wir einen Checkpoint, an dem eine Sightseeing Fee zu bezahlen war (75.000 Dong pro Erw., Kinder kostenlos). Dann ging es los. Es schien, als hätten Erdrutsche die Fahrbahn vermurt und niemand hätte sie beiseite geräumt, sondern nur platt gefahren. Straßenbauarbeiten waren vielerorts im Gange. Aufgrund der Regenfälle der letzten Tage, war es sehr matschig. Der lehmige Untergrund verwandelte sich in Kombination mit Wasser in eine einzige Rutschpartie.

An einer besonders glatten Stelle rutschte Andi das Vorderrad weg, weil ein PKW von hinten kommend nicht rechtzeitig bremsen konnte und ihn etwas anschob. Er kam mit Damian zu Fall. Midori und ich versuchten, so schnell wie möglich zu bremsen, was aufgrund des glitschigen Untergrunds auch für uns nicht einfach war. Einstweilen waren die Insassen des Autos ausgesprungen, um Damian und Andi zu helfen. Midori war schon abgesprungen, bevor wir überhaupt standen. Sie rannte sofort zurück. Gott sei Dank war niemandem etwas Schlimmeres passiert. Damian hatte sich zwar den Knöchel eingeklemmt, er kam aber mit blauen Flecken davon, Andis Unterarm und Unterschenkel hatte Schürfwunden, das Auto hatte eine Schramme an der Stoßstange. Der Fahrer und Andi schüttelten die Hand, wünschten sich gegenseitig alles Gute und damit war alles erledigt. Weiter ging’s. Midori lief ein Stück zu Fuß, weil die Sturzgefahr auch im Schritttempo enorm hoch war. Damian saß am Bike, weil wir ihn nicht laufen lassen wollten. Wir wollten zunächst beobachten, ob sein Bein auch wirklich okay war (schon am nächsten Tag sprang er herum, als wäre nie etwas passiert). Nach einem weiteren Kilometer Himmelfahrtskommando wurde die Straße etwas „besser“ und Midori stieg wieder auf. Im Schritttempo fuhren wir weiter. Es kamen immer wieder Straßenabschnitte, die vermurt oder unterspült worden waren. Dort war das Vorankommen besonders anstrengend. Dafür wurden die Ausblicke in die Landschaft immer schöner.

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Traditionelle Mitglieder der Bergvölker saßen am Straßenrand, um ihre handgearbeiteten Waren zu verkaufen. Wir dachten wieder an das Ethnologische Museum, das wir tags zuvor besucht hatten, und stellten fest, dass tatsächlich noch viele in traditionellen Gewändern mit geflochtenen Holztragen und selbst gewebten Babytragen herumliefen. Wirklich schön anzusehen – die Bergregionen Vietnams standen in starkem Kontrast zu jenen in den Ebenen und Städten.
Wir waren erleichtert, als wir endlich ohne weitere Zwischenfälle in Tả Van Village angekommen waren. Unser Host war ausgesprochen nett und sprach auch ausgezeichnet Englisch. Wir bekamen zwei Zimmer Tür an Tür mitten in den Reisterrassen. Hinter unserem Homestay lag gleich der Fansipan – what a location! Da waren alle Strapazen der Anreise vergessen.

Wanderung durch die Reisterrassen

Unser Host hatte uns eine kleine Runde durch die umliegenden Hügel vorgeschlagen. Die Wanderung bei herrlichem Wetter durch die mit Reisterrassen kultivierten Berge bot einmalige Ausblicke. Teils erhaschten wir sogar einen Blick auf den Gipfel des nebelverhangenen Fansipan. Auf dem Weg begegneten uns zahlreiche Einheimische, aber auch freilaufende Tiere wie Ziegen oder Wasserbüffel. Kleine Ferkel tollten auf den einfachen Wegen und dazwischen pickten die Hühner am Wegesrand im Gras. Viele Mitglieder der ethnischen Minderheiten leben noch sehr ursprünglich, aber doch schon an den Tourismus angepasst. Ihre einfachen Hütten bieten wenig Komfort und doch scheinen sie nicht unglücklich. Allerorts wird gewebt, werden Stoffe traditionell gefärbt und am selbst gebauten Bambuszaun getrocknet. Die Männer erzeugen von Hand Schmuck oder verdingen sich als Tourguides, viele Frauen weben und nähen die traditionelle Tracht aber auch vielerlei anderes wie Tischläufer, Schals, Taschen, Haarbänder oder Windspiele und bieten ihre Waren zum Verkauf. Auch Räucherstäbchen und -kegel werden hier noch von Hand erzeugt. Leider laufen auch viele Kinder herum, um Kleinigkeiten wie Armbänder den passierenden Besuchern anzubieten. Im Gegensatz zu den zahlreichen Märkten in den Städten kann man sich hier sicher sein, tatsächlich handgemachte Waren aus Vietnam zu kaufen und somit die lokale Bevölkerung zu unterstützen. Mittlerweile haben einige Familien der dort ansässigen Volksgruppen der Dzay und der Black H’Muong Guesthouses oder kleine Restaurants errichtet, um sich so ihr Auskommen zu sichern. So mancher hat bereits erkannt, dass im Tourismus die Zukunft liegt.

Wir gerieten bei unserer Wanderung zufällig mitten in eine festliche Veranstaltung. Das ganze Dorf war zusammengekommen, alle tranken ausgelassen; neben der Straße lagen drei Schweine, die an den Füßen zusammengebunden waren. Uns wurde im Vorbeigehen ein Stamperl Reisschnaps angeboten, den wir natürlich nicht ablehnen konnten. Beim zweiten Glas winkten wir aber ab – immerhin war es noch Vormittag! Wir fragten nach, was denn hier gefeiert würde und waren überrascht, als man uns sagte, dass es eine Beerdigung sei. Auf unserem Rückweg etwa zwei Stunden später, war die gesamte Dorfgemeinschaft sturzbetrunken (auch die Frauen, was sonst in Vietnam eher unüblich ist), die Schweine waren kurz zuvor geschlachtet worden, ihr Blut rann noch über die Straße.

Ob man solche Szenen in den nächsten Jahren noch sehen können wird, ist fraglich. Nicht zuletzt aufgrund der verbesserten Infrastruktur, haben die Menschen den Komfort der Smartphones und des Internets kennengelernt, tragen unter ihren Trachten legere westliche Kleidung und Turnschuhe und haben TV in ihren Häusern. Die bessere Verkehrsanbindung wird aller Voraussicht drastische Änderungen mit sich bringen. Wie viel der dann noch gelebten Folklore echt sein wird und wieviel für die Touristen „gespielt“ wird, mag niemand vorherzusagen. Dennoch darf man diesen Menschen den Fortschritt nicht verwehren. So haben die Kinder die Chance, in die Schule zu gehen und nicht für die Familien arbeiten zu müssen.

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Weiterreise nach Điện Biên Phủ

Nach unserem wunderbaren Aufenthalt in der Region um Sapa, fühlten wir, dass es an der Zeit sei, Vietnam zu verlassen. Wir wollten so rasch wie möglich nach Laos weiterziehen. Der nächstgelegene Grenzübergang lag bei Điện Biên Phủ – bis dorthin hatten wir aber noch einen weiten Weg vor uns.

Tavan – Sapa – Phong To – Dien Bien Phu
In der Nacht vor unserer Abreise aus Ta Van hatte es wieder stark geregnet, sodass die Straßen in einem ähnlichen Zustand wie bei unserer Ankunft waren. So sehr ich auch aufpasste, ein Sturz war fast unvermeidlich. Beinahe an derselben Stelle wie Andi und Damian stürzten dieses Mal Midori und ich. Auch wir kamen mit kleinen Schrammen davon, aber unser Look erinnerte anschließend eher an Schlammcatchen, als an Motorbikefahren. Wir schafften es schließlich bis nach Sapa und fuhren anschließend Richtung Lai Chau. Nach der Passage des höchsten Bergpasses Vietnams, des Tram Ton Passes auf 1.900 Metern über dem Meeresspiegel und dem 100 Meter hohen Silber-Wasserfalls, Thac Bac, der von der Straße aus schon von weitem zu sehen ist, machten wir im nächst größeren Ort, in Phong To halt, um dort zu übernachten.

Tags darauf ging es weiter durch die atemberaubende Landschaft. Uns boten sich kurvenreiche Straßen mit tollen Ausblicken auf Berge und Reisterrassen. Ein Fluss schlängelte sich talauswärts, teils von Wasserkraftwerken unterbrochen. An manchen Stellen waren die  Straßen in sehr schlechtem Zustand. Wir fuhren durch viele Dörfer ethnischer Minderheiten, die noch sehr ursprünglich in ihren Holz-Stelzenhäusern wohnten und Kinder wie Kleidung im Rinnsal neben der Straße wuschen.

Am Nachmittag kamen wir endlich in Điện Biên Phủ an. Die grenznahe Stadt war im Indochina-Krieg Schauplatz der entscheidenden Schlacht zwischen den französischen Truppen und der Vietnamesischen Unabhängigkeitsbewegung Việt Minh. Hier wurde der französischen Kolonialzeit in ganz Indochina ein Ende gesetzt.
Wir wollten in Điện Biên Phủ eine Nacht verbringen und tags darauf mit unseren Motorbikes über die Grenze nach Laos ausreisen. Am Vorabend gingen wir in ein vegetarisches Lokal essen, wo wir durch Zufall erfuhren, dass die Ausreise über diese Grenze mit Motorbikes aus Ho Chi Minh City (unsere Nummernschilder waren dort registriert) für Ausländer nicht möglich ist. Wir überprüften diese Information dann gezielt im Internet und mussten feststellen, dass man uns die Wahrheit gesagt hatte und sich somit diese Info leider bestätigte. Zunächst waren wir völlig ratlos. Wir mussten unsere Pläne ändern. Motorbike verkaufen? Bus fahren? Mit den Bikes 600 Kilometer in den Süden fahren und dort die Grenze überqueren?

Mit den Motorbikes zum internationalen Grenzübergang Na Mèo

In Điện Biên Phủ konnten wir beide Bikes leider nicht so kurzfristig und vor allem mit möglichst geringem Verlust verkaufen. Also entschieden wir uns für die Weiterfahrt. Das bedeutete aber noch mindestens zwei Zwischenstopps in Vietnam. Die Straßen südlich von Điện Biên Phủ befanden sich in ausgezeichnetem Zustand. Sie führten wieder über einige Bergpässe durch wunderschöne Kulturlandschaft und Dörfer von unterschiedlichen Volksstämmen. In Vietnam gibt es über 50 staatlich anerkannte ethnische Minderheiten. Diese Vielfalt wird deutlich, wenn man durch die ländlichen Regionen reist.

Unseren ersten Stopp legten wir in Sơn La ein. Im Stadtzentrum hatte Vinpearl (das Vinpearl Land auf Phú Quốc hatten wir schon am Beginn unserer Vietnam-Reise besucht) ein Einkaufszentrum samt Cinemaplex errichten lassen. Da dieses neben unserem Hotel lag, nutzen wir die Gelegenheit für einen Kinobesuch. Am nächsten Tag zogen wir weiter nach Mai Châu in der Provinz Hòa Bình. Der Ort hat sich dem Ökotourismus verschrieben. Auch hier findet man unterschiedliche Volksgruppen. Wir wohnten in einer Unterkunft einer Thái-Familie. Sie bilden die größte Volksgruppe staatlich anerkannter ethnischer Minderheiten. Die Thái sind nicht zu verwechseln mit den Thai in Thailand. Die meisten Familien im Dorf wohnen noch in ihren traditionellen Stelzenhäusern. Unter jedem Haus befindet sich ein Webstuhl. Auch hier kann man jede Menge Handwerkserzeugnisse kaufen, die Waren werden allerdings nicht so intensiv dargeboten wie in Sapa. Die meisten tragen auch keine Tracht.

Wir verbrachten drei Nächte in Mai Châu, da wir alle eine Verschnaufpause nötig hatten. So wanderten wir durch die Landschaft und genossen den Anblick der schönen Reisfelder und Bergpanoramen. Einmal hatten wir es sogar geschafft, uns in den Reisfeldern zu verirren … Der Ort ist wie geschaffen, um einen Gang runterzuschalten und in den Tag hinein zu leben.

In unserem Quartier lernten wir bei unserer Ankunft ein Paar aus Niederösterreich kennen, mit denen wir einen geselligen Abend bei Barbecue und Bier verbrachten. Mai Châu bildete somit einen würdigen Abschluss unserer 10-wöchigen Reise durch Vietnam.

Wie wir von hier zur Grenze nach Na Mèo und weiter nach Laos gereist sind, berichten wir im nächsten Beitrag!

Links

Völker Vietnams
Doppelmayr Presseartikel zur Seilbahn auf den Fansipan

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